Inklusion der kulturellen Diversität
Eines der Ziele des Dienstes für Inklusion ist die Unterstützung der Kindergärten und Schulen bei der Schaffung gleicher Bildungschancen für alle Kinder und Jugendliche, also auch für jene mit unterschiedlichen sprachlichen und kulturellen Hintergründen. Der Dienst fördert – mit Ressourcen, Begleitung und Beratung – die Inklusion von Schülerinnen und Schülern mit Migrationsgeschichte an den Kindergärten und Schulen der ladinischen Täler.
Der Dienst für Inklusion stellt den Schulen Sprachförderstunden in Ladinisch, Italienisch und Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit anderen Herkunftssprachen zur Verfügung, die in den letzten drei Jahren in das ladinische Bildungssystem eingetreten sind. Diese Stunden werden den Schuldirektionen nach festgelegten Kriterien zugewiesen.
Für neu angekommene Schülerinnen und Schüler hat die jeweilige Schule die Möglichkeit, beim Dienst für Inklusion eine „Welcome Box“ zu beantragen, ein Paket von insgesamt 52 Stunden für die Unterstützung im Spracherwerb in Ladinisch, Italienisch und/oder Deutsch, je nach Bedarf.
- Formular Ansuchen Welcome Box (beim Dienst für Inklusion einzureichen)
- Materialien Deutsch als Zweitspache
- Materialien Italienisch als Zweitspache (Italiano L2)
Der Dienst organisiert und fördert Initiativen und Projekte zur Sensibilisierung und Wertschätzung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt.
Die Kindergärten und Schulen haben die Möglichkeit, eine interkulturelle Mediation zu beantragen.
Der Mediator oder die Mediatorin begleitet die Schülerinnen und Schüler und ihre Familien vor allem in der ersten Phase der Eingewöhnung, hilft den Lehrpersonen bei der Kommunikation mit den Schülerinnen und Schülern und deren Familien, informiert und berät zu Themen im Zusammenhang mit Kultur, Religion, Tradition und dem Bildungssystem. Die Mediation wird vor Ort oder auch online durchgeführt.
- Antragsformular für interkulturelle Mediation (beim Dienst für Inklusion einzureichen)
Der Dienst erarbeitet und stellt den Schulen Dokumente und Instrumente zur Verfügung, die sie bei der Inklusion von Schülern mit Migrationshintergrund unterstützen sollen. Er organisiert Fortbildungskurse für pädagogisches Fachkräfte und Lehrpersonen, sowie Informations- und Austauschtreffen mit den Koordinator*innen für interkulturelle Bildung der Kindergärten und Schulen.
- Aufnahmeprotokoll
- IBP für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund
- Rolle und Aufgaben der Koordinatorinnen und Koordinatoren für interkulturelle Bildung
- Leitfaden für die Inklusion von Kindern, Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund im ladinischen Bildungssystem
Der Dienst für Inklusion ist Teil des Netzwerks der Sprachenzentren, die auf Landesebene für die Förderung der Inklusion und der sprachlichen Unterstützung für alle Sprachgruppen zuständig sind.
- Handreichung zu den rechtlichen Grundlagen der Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund - Stand August 2019
- Landesgesetz 12/2011
- Ministerialrundschreiben 06.03.2013
- Leitlinien zur Aufnahme und Integration der ausländischen Schülerinnen und Schülern (2014)
- Leitfaden Interkultur März 2022
Schuen Michael
Interkulturelle Bildung, Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
Bindergasse 29
39100 Bozen
(BZ)
Hauptsitz Bozen