INTERREG-Projekt DIGI R-L-F
Das INTERREG-Projekt DIGI R-L-F: Ladinische Identität durch gelebte digitale Präsenz stärken
Die digitale Zukunft der drei rätoromanischen Minderheitensprachen Ladinisch in Südtirol, Bündnerromanisch in Graubünden und Friaulisch im Friaul soll durch das grenzüberschreitende Kooperationsprojekt Interreg-Kooperationsprojekt DIGI-RLF gefördert werden.

Insbesondere sollen im Rahmen des Projekts eine Strategie für die digitale Transformation konzipiert und konkrete digitale Lösungen für die Bevölkerung entwickelt werden. Durch die Eingabe rätoromanischer Sprachdaten in internationale standardisierte Datenbanken wird die Voraussetzung geschaffen, dass Bürgerinnen und Bürger beispielsweise Benutzeroberflächen von Software in Zukunft in der jeweiligen Minderheitensprache verwenden können. Ebenfalls werden KI-Modelle für Spracherkennung (Speech-to-Text) für Ladinisch und Rätoromanisch entwickelt, die etwa die automatische Transkription von Sitzungen ermöglichen und so Verwaltungsabläufe vereinfachen können.
Leadpartner des Interreg Italien-Schweiz Projekts ist die Abteilung Ladinische Bildungs- und Kulturverwaltung Weitere Partner sind der Dachverband aller romanischen Sprachvereine in der Schweiz „Lia Rumantscha (LR)“, das Institut für angewandte Sprachwissenschaft am Forschungszentrum Eurac, die Ladinische Abteilung der Freien Universität Bozen (unibz) sowie die Regionale Agentur für die Friaulische Sprache (ARLeF).
Für die Umsetzung des 30 Monate andauernden Projekts stehen auf Südtiroler Seite knapp 600.000 Euro aus dem EU-Fonds für regionale Entwicklung und staatlichen Mitteln aus dem Rotationsfonds zur Verfügung, auf Schweizer Seite insgesamt 150.000 Schweizer Franken, wovon der Kanton Graubünden die Hälfte dieser Kosten trägt.
Das Interreg-Programm Italien-Schweiz 2021-2027 fördert die Zusammenarbeit zwischen Regionen und soll wirtschaftliche, soziale und ökologische Verbesserungen herbeiführen.
Inhalt und Zuständigkeiten innerhalb des Projektkonsortiums
Zuständig für die einzelnen Arbeitspakete (WPs) des Projekts sind folgende Personen:
- Projektmanagement, -verwaltung und Kommunikation: Stefan Graziadei (Abteilung Ladinische Bildungs- und Kulturverwaltung)
- Ladinische Digitalstrategie und Vernetzung der rätoromanischen Digitalstrategien: Mathias Stuflesser bzw. zukünftige/r ProjektmitarbeiterIn (Abteilung Ladinische Bildungs- und Kulturverwaltung)
- Verstärkte Integration der rätoromanischen Sprachen in die internationale Datenbank für die Übersetzung von Software “Unicode CLDR”: Professor Paul Videsott (Unibz) / Ignacio Pérez Prat (Lia Rumantscha – LR)
- Entwicklung von Übersetzungssystemen, damit gesprochenes Ladinisch und Rätoromanisch mittels Software niedergeschrieben werden kann (z. B. für Protokollierung von Sitzungen): Luca Ducceschi und Greta Franzini (Eurac) / Ignacio Pérez Prat (LR)
- Test der in Arbeitspaket 4 entwickelten Übersetzungssysteme im ladinischen und rätoromanischen Sprachgebiet mit Gemeinden und anderen Einrichtungen (Pilotphase): Mathias Stuflesser bzw zukünftige/r ProjektmitarbeiterIn / Ignacio Pérez Prat (LR)
Weitere Informationen:
- RAI Ladinia: Der aus Gröden stammende Eurac-Mitarbeiter Maximilian Andreas Michael Oberhollenzer hat im Rai Ladinia Interview einige Einblicke in das Projekt gegeben (ab Minute 10 des Radiointerviews, auf Grödner Ladinisch), welches diesem Link folgend aufgerufen werden kann
- Pressemitteilung der Landespresseagentur zum Projektstart am 18.02.2026 in der Eurac
- Presseartikel auf Englisch zum Kick-off des Projekts
Kontakte
Stuflesser Mathias
Abteilungsdirektor Ladinische Bildungs- und Kulturverwaltung
Bindergasse 29
39100 Bozen
BZ
Graziadei Stefan
Kommunikationsverantwortlicher des Projekts
Bindergasse 29
39100 Bozen
BZ
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